KJP LMU

Verlauf von Depressionen im Kindes- und Jugendalter


Probanden gesucht
Für die Teilnahme an zwei Studien suchen wir:
- Kinder zwischen acht und achtzehn Jahren mit depressiver Störung
- Kinder zwischen acht und achtzehn Jahren ohne depressive Störung
- Kinder zwischen zwölf und achtzehn Jahren mit einer Depression in der Vergangenheit (remittierte Depression, d.h. derzeit keine depressive Symptomatik)
Der Zeitaufwand beträgt insgesamt etwa 3 Stunden, als Dankeschön erhalten die Kinder 10 Euro pro Stunde. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an die unten genannten Mitarbeiter.


Hintergrund
Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Der Beginn der Erkrankung liegt häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Die soziale, schulische, psychische und persönliche Entwicklung der Betroffenen kann durch die Depression maßgeblich und nachhaltig beeinträchtigt sein. Oft erleiden die Betroffenen mehrere depressive Episoden in ihrem Leben. Deshalb ist es besonders wichtig, herauszufinden, welche Faktoren sich günstig und welche Faktoren sich ungünstig auf den Verlauf der Depression auswirken. In früheren Studien konnten bereits einige Merkmale (z.B. weibliches Geschlecht) sowie genetische Faktoren identifiziert werden, die sich ungünstig auf den Verlauf auswirken. Neuere Studien zeigen, dass sich auch neurobiologische Faktoren, wie z.B. bestimmte Abweichungen in der Gehirnaktivität und Störungen der sogenannten "inneren Uhr" negativ auf den Verlauf der Erkrankung auswirken können. Da es bislang kaum Studien zu Kindern und Jugendlichen gibt, sollen diese Faktoren nun auch bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden.
Zudem interessieren wir uns für die Auswirkungen der depressiven Erkrankung auf Aufmerksamkeitsfunktionen. Wir wollen untersuchen, ob es sich bei bestimmten Defiziten in der Aufmerksamkeit, die bei der Depression auftreten, um zustandsabhängige (also nur während der depressiven Episode vorhandene) oder störungsüberdauernde (auch nach der depressiven Episode noch vorhandene) Merkmale handelt.


Fragestellungen
Folgende Fragen stehen im Zentrum der Studien:
- Wie wirken sich bestimmte biologische Merkmale auf den Depressionsverlauf aus?
- Liegen Defizite in der Aufmerksamkeit nur bei akuter oder auch bei remittierter Depression vor, d.h. sind diese Defizite zustandsabhängig oder störungsüberdauernd?

Durchführung
Das Projekt besteht aus 2 Studien, für die Teilnehmer gesucht werden. Es besteht die Möglichkeit, an einer oder an beiden Studien teilzunehmen, wobei die Teilnahme an beiden Studien mit wenig Mehraufwand verbunden ist:

Studie "Neurobiologie und Genetik bei Depressionen im Kindes- und Jugendalter"
in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie:
Kinder und Jugendliche (8-18 Jahre) mit und ohne depressive Erkrankung sollen getestet werden, um den Einfluss neurobiologischer und genetischer Faktoren auf den Verlauf von Depressionen zu überprüfen. Hierfür werden 2 Gruppen gebildet:


Die beiden Gruppen werden hinsichtlich verschiedener Merkmale miteinander verglichen, die im Rahmen der Studie erhoben werden: Zur Erfassung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie eventueller psychiatrischer Diagnosen werden die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern mittels Fragebögen und klinischem Interview befragt. Um die Gehirnaktivität der beiden Gruppen vergleichen zu können, wird mit den Kindern und Jugendlichen ein EEG (Elektroenzephalographie) durchgeführt, während sie u.a. an einem Computer Aufgaben lösen. Hierbei handelt es sich um ein vielfach erprobtes und gesundheitlich unbedenkliches Verfahren. Zur Gewinnung genetischer Daten werden dem Kind Speichelproben entnommen.

Studie "Neurophysiologische Mechanismen selektiver Aufmerksamkeit bei Jugendlichen mit akuter und remittierter Depression":
Jugendliche (12-18) ohne depressive Erkrankung, mit depressiver Erkrankung und mit remittierter Depression (Depression in der Vergangenheit, aktuell keine Depression) sollen untersucht werden, um zu prüfen, ob Defizite in der Aufmerksamkeit nach dem Abklingen einer depressiven Episode weiterhin vorliegen.
Hierfür werden drei Gruppen gebildet:


Die drei Gruppen werden anschließend hinsichtlich verschiedener Parameter miteinander verglichen: Zur Erfassung von eventueller Diagnosen werden die Jugendlichen sowie deren Eltern mittels Fragebögen und klinischem Interview befragt. Um die Gehirnaktivität der drei Gruppen vergleichen zu können, wird mit den Jugendlichen ein EEG (Elektroenzephalographie) während einer Aufmerksamkeitsaufgabe durchgeführt. Dabei werden hohe und tiefe Töne vorgegeben und es sollen entsprechende Tasten am Computer gedrückt werden. Hierbei handelt es sich um ein vielfach erprobtes und gesundheitlich unbedenkliches Verfahren.

Kooperationspartner
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, Dept. Klinische Forschung (Dr. Ising)

Mitarbeiter
Dr. Ellen Greimel (Projektleitung)
Verena Pehl (Dipl.-Psychologin)
Petra Wagenbüchler (Studienassistentin)
Dr.med. Michael Frey (Assistenzarzt)
Lisa Feldmann (Psychologin, M.Sc.)


Kontakt
Bei Interesse an einer oder beiden Studien oder bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden:

Frau Feldmann
Email: Lisa.Feldmann@med.uni-muenchen.de
Telefon: 089 4400 55913

(Bitte sprechen Sie auch auf den Anrufbeantworter, wir melden uns dann schnellstmöglich.)



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