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Studie zu schulischen Leistungen im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen im Zusammenhang mit emotionalen und sozialen Wohlbefinden und Belastungen

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Hintergrund
Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass ca. 10-15 % aller Kinder die Kriterien für eine Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung erfüllen.

Bisherige internationale Studien weisen darauf hin, dass Kinder und Jugendliche mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung (auch Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, ESF) vermehrt Aufmerksamkeitsdefizite, Ängste und depressive Symptome zeigen. Die Zusammenhänge zwischen internalisierenden Symptomen, Art der Lernstörungen und dem Schweregrad der Störungen sind noch weitgehend ungeklärt. Eine methodische Schwäche vieler Studien ist die Auswahl der Stichprobe der untersuchten Kinder, die oft selektiv etwa aus einer Klinikpopulation gewonnen wurde und daher nicht repräsentativ für die Gruppe von Kindern mit ESF ist.

Das Ziel dieses Vorhabens ist, die Häufigkeit von psychischen Belastungen und Störungen bei ESF in einer repräsentativen deutschen Stichprobe zu untersuchen.

Fragestellungen
Ist es möglich, mit Hilfe einer App online festzustellen, welche Kinder von einer Lese-, Rechtschreib- und Rechenstörung betroffen sind?
Wie wirken sich diese Störungsbilder auf das emotionale und soziale Wohlbefinden dieser Kinder aus?
Welche psychischen Belastungen treten bei den Störungsbildern gehäuft auf?

Durchführung
Um dies zu beantworten, wird Kindern der dritten und vierten Jahrgangsstufe sowie deren Eltern angeboten an einer, für diese Studie entwickelten, App teilzunehmen. Ein Teil der Kinder, die Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen aufweisen, werden zu einem späteren Zeitpunkt zu einer erneuten Testung eingeladen, um die online erhobenen Testergebnisse zu validieren.

Kooperationspartner
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), www.dipf.de
Kaasa health, www.meistercody.com

Kontakt Bei Interesse oder Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden:
Dr. Julia Kalmar, Julia.Kalmar@med.uni-muenchen.de
Dr. Josefine Rothe, Josefine.Rothe@med.uni-muenchen.de
Ruth Görgen, Ruth.Goergen@med.uni-muenchen.de


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