KJP LMU

Genetik der Depression

Molekulargenetik affektiver Störungen im Kindes- & Jugendalter


Gefördert durch die Randebrock Stiftung


Probanden gesucht
Für die Teilnahme an dieser Studie suchen wir:

Der Zeitaufwand beträgt etwa 1 1/2 Stunden, als Dankeschön erhalten die Kinder 20 Euro.
Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an die unten genannten Mitarbeiter.


Hintergrund
Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihres Schweregrades am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens einmal an einer Depression. Der Beginn der Erkrankung liegt häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Nicht selten ist die weitere psychische, soziale und persönliche Entwicklung betroffener Kinder und Jugendlicher durch die Erkrankung maßgeblich und nachhaltig beeinträchtigt.
Die Bedeutung genetischer Faktoren an der Krankheitsentstehung wurde in Familien- und Zwillingsstudien eindrucksvoll belegt. An Erwachsenenpopulationen wurden bislang diverse Risikogenotypen identifiziert, die im Zusammenhang mit Depressionen eine Rolle spielen. Bislang gibt es jedoch kaum Studien mit Kindern und Jugendlichen. Da die genetische Beteiligung bei früh beginnenden Depressionen höchstwahrscheinlich besonders hoch ist, wird angenommen, dass krankheitsrelevante Risikogenotypen an einer Stichprobe von Kindern und Jugendlichen eindeutiger ermittelt werden können als bei Erwachsenen.
Befunde der letzten Jahre zeigen, dass eine genetische Prädisposition alleine meist nicht zur Entstehung einer depressiven Erkrankung führt. Erst das Zusammenspiel von Risikogenotypen und schwerwiegenden Lebensereignissen wie z.B. Gewalterfahrungen oder Missbrauch bewirkt, dass die Erkrankungswahrscheinlichkeit steigt. Auch hier wurden bisher die meisten Untersuchungen an Erwachsenen durchgeführt. Weiterhin ist bisher wenig über Schutzfaktoren bekannt, die trotz einer genetischen Prädisposition davor schützen, eine Depression zu entwickeln. Dieser neue Ansatz der Ursachenforschung von Depression erlaubt es, gezielter und erfolgreicher Präventionsmaßnahmen umsetzen zu können.

Fragestellungen
Folgende Fragen stehen im Zentrum der Studie:
Durchführung
Für den späteren Vergleich werden zwei Gruppen gebildet. In Kooperation mit dem Heckscher-Klinikum sollen betroffene Kinder und Jugendliche im Alter von 8-18 Jahren für die Studie gewonnen werden (Fallgruppe). Diese werden hinsichtlich bestimmter genetischer Ausprägungen mit nicht depressiven Kindern und Jugendlichen (Kontrollgruppe) verglichen. Zusätzlich werden Kinder und Jugendliche mit einer depressiven Störung hinsichtlich der genetischen Ausprägung mit ihren leiblichen Eltern verglichen. Dies ermöglicht die Analyse von Zusammenhängen zwischen Risikogenotypen und Depression. Das genetische Datenmaterial wird mittels einer Blutprobe der Studienteilnehmer gewonnen.



Fallgruppe
100 Kinder und Jugendliche mit depressiver Störung
Kontrollgruppe
100 Kinder und Jugendliche ohne depressive Störung

Blutprobe der Eltern der Fallgruppe



Zur Erfassung von Risiko- und Schutzfaktoren werden Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern mittels Fragebögen befragt. Im weiteren Verlauf werden die anonymisierten genetischen Daten mit den Antworten der Fragebögen in Beziehung gesetzt und statistisch ausgewertet.



Die Durchführung untergliedert sich in drei Teile:
Anmeldung
und
Terminvereinbarung
1. klinisches Interview
überprüfung,
ob depressive
Störung vorliegt
2. Fragebögen
Erfassung von
Risiko- &
Schutzfaktoren
3. Blutproben
Erfassung
genetischer
Faktoren

Kooperationspartner
Mitarbeiter
Verena Pehl
Sarah Kunze (BTA, study nurse)

Kontakt
Bei Interesse oder Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden:
Herr Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne Tel 089 4400 55901
Gerd.Schulte-Koerne@med.uni-muenchen.de

Frau Pehl Tel 089 4400 55913
Verena.Pehl@med.uni-muenchen.de

(Bitte sprechen Sie auch auf den Anrufbeantworter, wir melden uns dann schnellstmöglich.)

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