Evaluation von zwei Interventionen bei Kindern mit Lese-Rechtschreibstörung - neuropsychologische und neurophysiologische Korrelate der Fördereffekte
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Hintergrund
Wissenschaftliche Erkenntnisse haben wesentlich dazu beigetragen, das Ursachenverständnis der LRS zu verbessern. Ein neuronales Netzwerk von verschiedenen Hirnarealen, das beim Lesen und Rechtschreiben aktiviert wird, ermöglicht, den verschiedenen Lernprozessen beim Lesenlernen die aktivierten Hirnareale zuzuordnen. Dadurch können gestörte Teilprozesse beim Lesen und Rechtschreiben bei der LRS besser identifiziert werden und die Förderung möglicherweise spezifischer und dadurch effizienter erfolgen.
Ziele der Studie
Wir möchten herausfinden wie sich zwei Förderprogramme, ein Lese- und ein Rechtschreibprogramm, auf die Leistungen von Grundschülern mit einer Lese-Rechtschreibstörung auswirken und ob sich die Fördereffekte auch im Gehirn nachweisen lassen. Befunde zeigen, dass die Gehirnaktivität während des Lesens und bei der akustischen Verarbeitung von Lauten bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreibstörung verändert ist.
Wir erfassen die Gehirnaktivität während des Lesens und bei der akustischen Verarbeitung von Lauten mittels eines Elektro-Enzephalogramms (EEG) vor und nach einer 6-monatigen Förderphase und können somit Veränderungen in der Gehirnaktivität dieser beeinträchtigten Teilprozesse durch die Förderkonzepte abbilden. Wir hoffen, besser verstehen zu können, warum Förderprogramme Kindern unterschiedlich gut helfen. Diese Information kann später helfen, den Kindern eine gezielte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Förderung anzubieten.
Durchführung
Die Studie erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Jahren (siehe Zeitplan). In dieser Zeit wird die jeweils 6-monatige Förderung stattfinden und es gibt Termine an denen wir mit Ihrem Kind Testungen zum Lesen, Schreiben, Rechnen und zur Lautwahrnehmung durchführen und die Gehirnaktivitäten mittels eines EEGs aufzeichnen. Wir werden auch eine Gruppe von Kindern testen die keine Probleme im Lesen und Schreiben haben, diese erhalten keine LRS Förderung, und bilden eine Kontrollgruppe.
Mitarbeiter
Jennifer Bruder (Psychologin, M.Sc.)
Sandra Kimmel (Dipl-Psych.)
Katarina Groth (Psychologin, M.Sc.)
Sarah Kunze (BTA)
Kontakt
Bei Interesse und weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Telefon: 089/5160 5928 (Bitte sprechen Sie auf den Anrufbeantworter wir melden uns dann schnellstmöglich)
Fax: 089/5160 5902
E-Mail: foerderstudie@med.uni-muenchen.de


