KJP LMU

Forschung in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Aktuelle Forschungsprojekte

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Forschung auf TwitterFolgen Sie unserer Forschung auf Twitter

Aktuelle Forschungsprojekte


Studie zu schulischen Leistungen im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen im Zusammenhang mit emotionalen und sozialen Wohlbefinden und Belastungen

Bisherige internationale Studien weisen darauf hin, dass Kinder und Jugendliche mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung (auch Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, ESF) vermehrt Aufmerksamkeitsdefizite, Ängste und depressive Symptome zeigen. Die Zusammenhänge zwischen internalisierenden Symptomen, Art der Lernstörungen und dem Schweregrad der Störungen sind noch weitgehend ungeklärt.

Weitere Informationen.



Was Lehrerinnen und Lehrer über psychische Belastungen und Störungen bei Schulkindern wissen sollten

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen belasten die Betroffenen, die Familie und das soziale Umfeld. 17 % der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren beschreiben sich selbst in wenigstens einem der folgenden Bereiche als auffällig: emotionale Probleme, Hyperaktivitätsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Probleme mit Gleichaltrigen (vgl. KiGGS Basiserhebung 2006). 27,9 % der Eltern schätzen ihre Kinder in den genannten Bereichen als auffällig ein. Die Prävalenz ist seit der KiGGS-Basiserhebung 2006 unverändert: Bei jedem fünften Kind (20,2 Prozent) zwischen 3 und 17 Jahren können Hinweise auf psychische Störungen festgestellt werden (vgl. KiGGS 1.Welle 2012).
Um diesen Herausforderungen besser gerecht zu werden, müssen Lehrkräfte bewusster und reflektierter mit der Heterogenität des Lernens und den Entwicklungs- und Sozialisationsbedingungen umgehen lernen.

Weitere Informationen.



Computational Neuroimaging

Bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Elektroenzephalografie (EEG) erlauben nicht-invasive Messungen des menschlichen Gehirns. Um aus diesen Messung ein besseres Verständnis der Neuroanatomie und Neurophysiologie zu gewinnen ist eine weiterführende Analyse notwendig. Wir erforschen neue computer-gestützte Analyseverfahren die auf mathematisch Modellen beruhen. Diese haben das Potenzial genauere Aussagen über krankheitsbezogene Veränderungen im Gehirn machen zu können und zu den zugrundeliegenden Mechanismen.

Weitere Informationen.



Einfluss von Textformatierungen auf die Leseleistung - TeLe-Studie

In vorangegangenen Studien konnte gezeigt werden, dass die Formatierung eines Textes Einfluss auf die Leseleistung hat und bestimmte Formatierungen die Lesegeschwindigkeit und -genauigkeit besonders unterstützen. Eine Möglichkeit das Lesen zu erleichtern, ist eine optimale Ausrichtung von Buchstaben-, Wort- und Zeilenabständen.

Weitere Informationen.




GENERAIN
die Weitergabe von Depressionen durch Eltern an ihre Kinder: Eine generationsübergreifende Studie zu Aufmerksamkeits- und Interpretationsprozessen

Kinder, die mit einem Elternteil aufwachsen, der an einer Depression leidet oder gelitten hat, haben ein stark erhöhtes Risiko selbst eine Depression zu entwickeln - etwa 50 % der Kinder depressiver Eltern erkranken bis zu ihrem 20. Lebensjahr an einer depressiven Episode.

Weitere Informationen.




Verlauf von Depressionen im Kindes- und Jugendalter

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Der Beginn der Erkrankung liegt häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Die soziale, schulische, psychische und persönliche Entwicklung der Betroffenen kann durch die Depression maßgeblich und nachhaltig beeinträchtigt sein. Oft erleiden die Betroffenen mehrere depressive Episoden in ihrem Leben. Deshalb ist es besonders wichtig, herauszufinden, welche Faktoren sich günstig und welche Faktoren sich ungünstig auf den Verlauf der Depression auswirken.

Weitere Informationen.



Untersuchung von Ursachen spezifischer Probleme im Lesen und/oder Rechtschreiben (UsLeR-Studie)

Kürzlich veröffentlichen Daten aus deutschen Grundschulen zeigen, dass bis zu 12% der Kinder eine unterdurchschnittliche Lese- und/oder Rechtschreibleistung aufweisen. Bisher ging man davon aus, dass Schwierigkeiten im Lesen und im Rechtschreiben immer gemeinsam auftreten. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass ca. 40% der Kinder, die Probleme im Lesen haben, keine Probleme im Rechtschreiben aufweisen - und umgekehrt. Die Gründe für das Auftreten dieser isolierten Schriftsprachprobleme sind bisher kaum verstanden. Die fehlende Differenzierung zwischen Lese- und Rechtschreibproblemen könnte auch eine Erklärung für die relativ geringen Fördereffekte sein, die Studien zur Wirksamkeit von Therapieprogrammen bei der Lese und Rechtschreibstörung berichten. Ziel der UsLeR-Studie ist es daher, die möglichen Ursachen spezifischer Lesestörungen und spezifischer Rechtschreibstörungen besser zu verstehen. Die Ergebnisse sind Voraussetzung für eine genauere Diagnostik von Schriftsprachstörungen und für die Entwicklung spezifischerer Förderprogramme.

Weitere Informationen.



Prävention von Lesestörungen durch die frühe Identifikation und Förderung von Risikokindern für Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb
oder Lesen lernen in Gruppen (LeselinG)

Eine angemessene Lesekompetenz ist Voraussetzung für den Wissenserwerb und Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Etwa 3 - 8 % der Kinder sind von einer Lesestörung betroffen, die ohne wirksame Förderung dauerhaft bestehen bleibt. Lesestörungen sind durch Leistungsdefizite in der Lesegenauigkeit, Lesegeschwindigkeit und im Leseverständnis sowie in allen Bereichen, die Lesefähigkeiten erfordern gekennzeichnet. Dies beeinflusst die Leistungsfähigkeit der Betroffenen in allen Unterrichtsfächern und gefährdet somit den gesamten Schulverlauf, Schulabschluss, die berufliche Zukunft sowie die psychische Gesundheit der Kinder.

Weitere Informationen.



Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung

Die Rechenstörung ist mit einer Prävalenz von ungefähr 3-8% eine häufige Entwicklungsstörung, die oft noch mit weiteren psychischen Auffälligkeiten einhergeht. Die Rechenstörung weist ohne wirksame Therapie eine hohe Persistenz auf und kann deshalb zu deutlichen Einschränkungen im schulischen, beruflichen aber auch im privaten Bereich der Betroffenen führen. Deshalb ist die Effektivität der unterschiedlichen Fördermaßnahmen von zentraler Bedeutung für Forschung und Praxis.

Weitere Informationen.



Primärprävention von Depression bei Kindern und Jugendlichen mit einem an Depression erkrankten Elternteil (PRODO)

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 121 Millionen Menschen darunter. Allerdings treten depressive Störungen bereits in der Adoleszenz auf, am Anfang der Pubertät (~13-15 Jahre) sind ca. 2%, am Ende (15-18 Jahre) der Pubertät ca. 15% der Kinder und Jugendlichen betroffen (Hankin et al., 1998). Einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Auftreten einer depressiven Störung ist das Vorliegen einer depressiven Störung eines Elternteils. Kinder und Jugendliche, bei denen mindestens ein Elternteil an einer depressiven Störung erkrankt ist, weisen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko auf, selbst an einer depressiven Störung zu erkranken, gegenüber Kindern und Jugendlichen, deren Eltern nicht depressiv sind.
Weitere Informationen.


Studie zur Behandlung depressiver Störungen bei Jugendlichen mit einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Manual

Manualisierte Kognitive-Verhaltenstherapie ist weltweit eine der am besten untersuchten und wirksamsten Therapiemethoden zur Behandlung von Depressionen im Jugendalter. Manualisiert bedeutet, dass sich die Psychotherapie an einem festgelegten Ablauf (= Manual) orientiert. In Deutschland ist der Bedarf an gut evaluierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Manualen für jugendliche Depression allerdings noch sehr groß.

Weitere Informationen.


Genetik der LRS: "Identification of causal genes for dyslexia on the basis of genome-wide association studies"

Die Dyslexie zählt mit einer Prävalenz von 5% zu den häufigsten Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters. Der Anteil erblicher Faktoren bei der Entstehung der Dyslexie wird dabei auf bis zu 70% geschätzt. Die Identifikation von Risikogenen für die Dyslexie kann somit wesentlich zur Aufklärung der Ursachen der Dyslexie beitragen.

Weitere Informationen.


"Chronotherapie im Kindes- und Jugendalter - Chronotypisierung im stationären Rahmen"

Von einigen psychiatrischen Erkrankungen, darunter der Depression, ist bekannt, dass sie mit einer Störung der "inneren Uhr" und deren circadianem Rhythmus (d.h. ein Rhythmus, der ungefähr so lang ist wie ein Tag) einhergehen. Dies zeigt sich beispielsweise in Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit oder einem verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus. Unter "Chronotherapie" versteht man Therapien, die gezielt die innere Uhr beeinflussen und somit auch positive Einflüsse auf z.B. depressive Erkrankungen haben. Beispiele hierfür sind die Lichttherapie oder die Wachtherapie.
Weitere Informationen.



"Neuronale Mechanismen und hormonelle Einflussvariablen der Emotionserkennung bei Jugendlichen mit Anorexia Nervosa (Magersucht)"

Magersucht ist eine Erkrankung, die sich durch die Angst vor einer Gewichtszunahme, sowie eine Störung der Wahrnehmung der eigenen Figur und des Körpergewichts, den übertriebenen Einfluss des Körpergewichts oder der Figur auf die Selbstbewertung oder ein Leugnen des Schweregrades des gegenwärtigen geringen Körpergewichts kennzeichnet.
Weitere Informationen.



"Soziale Belohnung bei Jugendlichen mit depressiver Erkrankung"

Depressive Erkrankungen sind häufige sowie früh beginnende psychiatrische Störungen. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigt im Jugendalter deutlich an. Die Anzahl betroffener Jugendlicher wird auf bis zu 10% geschätzt. Das Störungsbild äußert sich bei Jugendlichen variabler als bei Erwachsenen.
Weitere Informationen.



"Innenzeit und Depression im Kindes- und Jugendalter"

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind ein häufiges und sehr belastendes Krankheitsbild. Viele Betroffene leiden unter Schlafstörungen, wie z.B. Einschlafproblemen, nächtlichem Erwachen, morgendlichem Früherwachen oder Tagesmüdigkeit trotz langer Schlafdauer. Diese Schlafstörungen können im Alltag sehr einschränkend sein und haben oft starke Auswirkungen auf die Aktivität am Tage sowie die Leistungsfähigkeit.
Weitere Informationen.



"Erstellung einer Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörung"

Die Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist mit einer Häufigkeit von ungefähr 5% eine der zahlreichsten Entwicklungsstörungen, die oft noch mit weiteren psychischen Auffälligkeiten einhergeht. Sie bleibt ohne wirksame Therapie dauerhaft bestehen und kann deshalb zu deutlichen Einschränkungen im schulischen, beruflichen aber auch im privaten Bereich der Betroffenen führen. Deshalb ist die Wirksamkeit und Angemessenheit der unterschiedlichen Fördermaßnahmen von zentraler Bedeutung für Forschung und Praxis.
Weitere Informationen.



"Koordinierungsstelle des BmBF-Forschungsschwerpunktes Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (ESF)"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF) hat im Kontext des Rahmenprogramms zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung den Forschungsschwerpunkt "Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten" veranlasst. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes werden empirisch ausgerichtete Forschungsvorhaben gefördert, welche dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen, die von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (ESF) betroffen sind, eine individuelle, ursachenbezogene Diagnostik und evidenzbasierte Förderung zu ermöglichen.
Weitere Informationen.



"Genetik der Depression - Molekulargenetik affektiver Störungen im Kindes- und Jugendalter"

Ziel dieser Studie ist es zum einen, krankheitsrelevante Gene bei Kindern und Jugendlichen mit Depression zu identifizieren und damit einen Beitrag zu einem besseren Verständnis dieser Erkrankung zu leisten. Zum anderen soll die Wechselwirkung von Genen und Umweltfaktoren untersucht werden, die häufig erst in Kombination zu einer depressiven Erkrankung führen. Weitere Informationen.



"Neurophysiologische Korrelate depressiver Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter - eine Pilotstudie"

Auch Kinder und Jugendliche können bereits an einer Depression leiden. Studien belegen, dass 5% aller Kinder weltweit von depressiven Erkrankungen betroffen sind. Außerdem konnte ein Anstieg der Häufigkeit auf 15-20% bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres festgestellt werden. Neben der Gefahr eines chronischen Verlaufs können depressive Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter oft mit massiven Einschränkungen der schulischen und psychosozialen Entwicklung einhergehen. Dadurch kann der weitere Lebensweg nachhaltig beeinträchtigt werden, weshalb die wirksame Behandlung depressiver Symptome besonders wichtig ist. Leider sind depressive Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter noch wenig erforscht. Die meisten Erkenntnisse stammen aus dem Erwachsenenbereich und können nicht uneingeschränkt auf den Kinder- und Jugendbereich angewendet werden. Darüber hinaus zeigen sich Depressionen bei Kindern und Jugendlichen auf noch vielfältigere Weise als bei Erwachsenen, so dass die Bestimmung von Untergruppen depressiver Erkrankungen die Diagnose und Behandlung entscheidend verbessern könnte. Einen aussichtsreichen Weg stellt die Erforschung von sogenannten Endophänotypen depressiver Erkrankungen dar. Damit sind vermutete physiologische Ursachen depressiver Erkrankungen gemeint, die genetisch beeinflusst und zeitlich stabil sind.
Weitere Informationen.



"Evaluation von zwei Interventionen bei Kindern mit Lese-Rechtschreibstörung - neuropsychologische und neurophysiologische Korrelate der Fördereffekte"

Wir möchten herausfinden wie sich zwei Förderprogramme, ein Lese- und ein Rechtschreibprogramm, auf die Leistungen der Kinder auswirken und ob sich die Fördereffekte auch im Gehirn nachweisen lassen.
Weitere Informationen.



"Neurobiologie bei Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) - MagnetResonanzTomographie- (MRT)-Studie zu Konnektivität und neuronalen Korrelaten "

Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Untersuchung der neuronaler Korrelate und der Konnektivität entsprechender funktionaler Areale bei Kindern mit LRS. Die bisherigen Studien in diesem Bereich wurden hauptsächlich mit Erwachsenen durchgeführt. Strukturelle Hirnmessungen sowie die Messung der Ruheaktivität (sog. default Netzwerke) und der Konnektivität zwischen leserelevanten Hirnarealen bei Kindern liegen kaum vor. Die noch reifenden Hirnregionen und Netzwerke, die bei der Lese-, Schreib-, und Rechenverarbeitung relevant sind, sind bei Kindern noch weitestgehend unerforscht. Aus diesem Grund ist es von großem Interesse, die neuronalen Korrelate und deren Verschaltungen bei Kindern und insbesondere bei Kindern mit einer LRS genauer zu studieren und zu untersuchen, wie sie sich von unbeeinträchtigten Kontrollprobanden unterscheiden.
Weitere Informationen.



Sprachentwicklung und deren Vorhersagbarkeit

Ziel dieser Studie ist es, in Zukunft Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (in Deutschland immerhin 7 %) möglichst frühzeitig helfen zu können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, um gravierende Folgeprobleme, die sich bei den betroffenen Kindern z. B. später im schulischen Bereich zeigen, zu verhindern. Weitere Informationen.



Impressum